Philosophie & Konzept
Vim ist ein modaler Editor — das bedeutet, Tasten haben je nach aktivem Modus unterschiedliche Bedeutungen. Während andere Editoren immer im "Schreib-Modus" sind, trennt Vim strikt zwischen Navigieren, Bearbeiten und Befehlen.
Der Kerngedanke: Bearbeitungen werden wie eine Sprache komponiert — Verb + Bewegung. Zum Beispiel: d (delete) + w (word) = Wort löschen. Das macht Vim nach der Lernkurve extrem effizient.
Die wichtigsten Modi
Konfiguration & Dateien
Nützliche Einstiegs-Settings (.vimrc)
Ein Makro ist eine aufgezeichnete Folge von Tastenanschlägen, die beliebig oft wiedergegeben werden kann. Vim speichert Makros in Registern (a–z). Damit lassen sich repetitive Bearbeitungsschritte auf viele Zeilen in Sekunden anwenden — ohne Scripting.
Ablauf
Tipp: Makro mit j am Ende der Aufnahme beenden — so kann 100@a die nächsten 100 Zeilen automatisch verarbeiten.
Beispiel — Zeilennummern voranstellen
Ausgangslage: Liste ohne Nummern
Makro aufnehmen (Cursor auf Zeile 1):
Dann 2@a — Ergebnis:
Konfiguration
Neovim unterstützt beide Sprachen. Neue Setups nutzen fast ausschließlich Lua — schneller, mächtiger, besser lesbar.
Features die Neovim hinzufügt
Kompatibilität
Fast alle Vim-Shortcuts und Befehle funktionieren in Neovim identisch. Dieses gesamte Cheatsheet gilt für beide — mit Ausnahme von Lua-spezifischen Configs.
VimScript (.vimrc / *.vim)
Die klassische Skriptsprache von Vim. Wird in ~/.vimrc geschrieben und läuft in beiden Editoren.
Lua (Neovim) — init.lua
Lua ist schneller, moderner und besser lesbar als VimScript. Neovim bietet eine vollständige Lua-API über das vim-Objekt.